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Auf Luthers Spuren

Fahrrad-Exkursion auf den Spuren der Reformationsgeschichte zwischen Lutherstadt Eisleben und Halle/Saale

 

Leitung: Nils-Christian Engel

Dauer: 1-2 Tage

Der Weg zwischen Halle an der Saale und Lutherstadt Eisleben ist nicht nur eine reizvolle Wander- bzw. Fahrrad-Route, sondern selbst ein Stück Geschichte. Hier reiste Martin Luther am Ende seines Lebens in seine Geburtsstadt, in der er kurze Zeit später auch sterben sollte. Nach seinem Tod wurde der Reformator über Halle, wo er in der Marktkirche aufgebahrt wurde, nach Wittenberg überführt.

Halle ist dabei mehr als nur eine zufällige Station, als ehemalige Residenz von Kardinal Albrecht ist die Saalestadt ein oft verkannter Ort der Reformationsgeschichte. Der große Kirchenfürst, Mäzen und Gegenspieler Luthers wollte Halle zu einer repräsentativen Residenzstadt formen. Obwohl sein Werk durch die Reformation unvollendet blieb und die Zeit viele seiner Spuren verwischt hat, ist der Geist der Renaissance in Halles Stadtbild lebendig geblieben.

Unsere Exkursion beginnt in Lutherstadt Eisleben, mit einer Führung durch das Luthermuseum im Geburtshaus des Reformators. Von dort aus führt eine kurze Fahrt zum Kronenfriedhof, eine dem hallischen Stadtgottesacker verwandte Begräbnisanlage der Renaissance.

Über kleine Straßen und Feldwege geht es weiter in Richtung Halle; in der Nähe des Süßen Sees ist die „kalte Stelle” bei Unterrißdorf ebenso eine Station wie Schloss Seeburg. Durch das reizvolle Salzatal führt der Weg nach Zappendorf, wo eine spätgotische Betsäule an die intensive Frömmigkeit der Lutherzeit erinnert. Von Zappendorf aus sind es nur noch einige Kilometer bis nach Halle.

Am nächsten Tag folgt ein Stadtrundgang durch Halle den Spuren der Reformationsgeschichte. Sein prominentestes Ziel ist die Marktkirche, das große Werk Kardinal Albrechts, das als repräsentativer Sakralbau der erzbischöflichen Residenz begonnen und nach Albrechts Flucht aus Halle als evangelische Kirche vollendet wurde. Das Haus „Kühler Brunnen” steht für die Geschichte seines Erbauers Hans von Schenitz, der als ehemaliger Kammerdiener und Baumeister Kardinal Albrechts nach einem Prozess hingerichtet wurde, der bis heute Fragen aufwirft. Von dort führt der Weg zu dem von Kardinal Albrecht intendierten Ensemble aus Neuer Residenz und Dom, das als neuer erzbischöflicher Sitz und intellektuelles Zentrum geplant war. Nur wenige Meter weiter bildet die „alte Residenz”, die Moritzburg, den Abschluss dieses Rundgangs.